Agile Coach Camp 2012 – Zusammenfassung

Das Agile Coach Camp 2012 fand von Freitag, den 22. Juni abends bis Sonntag 24. Juni  in Rückersbach statt. Wir konnten dieses Mal endlich dabei sein, da wir im Zeitfenster von nur zwei Stunden (alle Plätze waren nach dieser Zeit vergeben) unsere Anmeldungen abgaben.

Einige Bilder zum Agile Coach Camp befinden sich hier: Agile Coach Camp 2012 – Bilder.

Freitagnachmittag ging es in Frankfurt Höchst nach einem kurzen Sightseeing für Nancy Van Schooenderwoert und Claudius sowie etwas warten auf Markus in einem vollen Auto los Richtung Rückersbach.

Nach der Ankunft und dem unkomplizierten Check In konnten wir eine Menge Bekannter beim abendlichen Grillbuffet treffen und uns neben Socializing auf die  kommenden zwei Tage freuen.

Samstag

Nach einem umfangreichen Frühstück mit vielen Gelegenheitem zum Austausch begann der „offizielle Teil“ des Camps mit einer Vorstellungsrunde des Orga-Teams. Leider konnte Marc Löffler, einer der Mitorganisatoren, wegen einer Erkrankungn nicht teilnehmen, woraufhin an einer Grussbotschaft gearbeitet wurde, die ihm auch etwas Freude machen konnte:

Nach der Willkommensrunde wurde wie üblich gemeinsam die Agenda für das Coach Camp entwickelt. Die zwei von uns vorgeschlagenen Sessions „different Retrospectives“ (Makus) und „Stories of rooms and boards“ (Felix) konnten einiges Interesse wecken.

Das Thema Arbeitsplätze/-räume für Teams werden wir auf jeden Fall noch in einem Artikel hier auf AgileRescue aufgreifen.

Die Sessions  waren alle interessant und nahmen immer mal wieder unerwartete Wendungen. Interessant waren die unterschiedlichen Argumentationsketten/Sichtweisen auf die Themen.

Dies ist uns besonders bei der Session „Understanding CEOs“ aufgefallen. Ein CEO eines Großunternehmen ist im Allgemeinen ziemlich weit weg vom Tagesgeschäft. In dieser Session wurde die Frage diskutiert, wir man CEOs solcher Unternehmen von den Vorteilen agiler/leaner Arbeitsweisen überzeugen kann. Hierbei stellt sich natürlich die Frage nach dem Zugang zu einem solchen CEO und etwas erstaunlich war die Annahme mancher Teilnehmer, dass man einfach auf einen CEO eines Großunternehmens zugehen könne oder ihn zufällig auf einer Messe trifft. Leider ist dem nicht so einfach, wie uns offenlegen konnte. Wirklich interessant war gegen Ende der Session jedoch die Fragestellung, welche Fragen man einem CEO stellen würde, um so zu erkennen, wo man ihn „abholen“ muss.

Kurz nach der Mittagspause konnte Deborah Weber mit Ihrer Session „Scrum in everyday life“ eine Diskussion über agile Schulen starten, die dann abends und auch noch am nächsten Tag heftig diskutiert wurde.

Der Abend des Samstags wurde zum einen von Malte mit einer „Swing tanz“ Schulung abgerundet, als auch mit dem äußerst agilen Kartenspiel „Pirate Fluxx“.

Sonntag

Nach dem (wieder) hervorragenden Frühstück wurde am Sonntag nochmals die Agenda betrachtet, es gab ein paar kleinere Änderungen und schon begann die nächste Runde  spannender Sessions.

Aus den genannten Diskussionen des Vortages wurde eine zusätzliche Session „Agile Schools“ angedacht, wie man das aktuelle „standard“ Schulsystem agilisieren kann. Als weiteres Thema wurde HR und agilität in der „Fishbowl“ Session „People Management & Agile“ diskutiert, da der Andrang einfach zu groß war um eine normale Diskussion zu führen.
Weiters wurden erneut die Auswirkung von Agilität auf Organisationen aufgegriffen. Hierfür wurden mehrere Sessions kombiniert: „Impact on Organizations / How to change an organization / Agile Transition“. Die dort entstehende Diskussionen waren allesamt sehr interessant. Unsere Notizen hierzu warten noch auf eine weitere Auswertung.

Abgesehen von den angekündigten Sessions konnten die „Bumblebees“ und „Butterflies“ auch außerhalb des Sessions immer wieder höchst interessante Gespräche zu agilen Themen starten – frei nach zwei der Grunsätze des Open Space: „Whenever it starts is the right time“ und „Whoever comes is the right people“.

Closing Feedback

Nach den letzten Sessions musste dann auch dieses Coach Camp zum Ende kommen. Nochmals wurden alle aufgerufen ihr Feedback abzugeben.

Fazit / was uns aufgefallen ist

  • Felix: Das Agile Coach Camp Germany war eine spitzen Erfahrung mit der Möglichkeit sich mit unterschiedlichsten Agile Coaches auszutauschen. Da ich mich selbst eher als Berater mit etwas „Coaching-Einschlag“ begreife, sehe ich es aber auch etwas kritisch, bestimmte Coaching-Ansätze zu stark zu betonen. Coaching sollte nicht zum Selbstzweck werden, sondern Ziel sollte bleiben unsere Klienten zu unterstützen.
  • Markus: Es war herrlich diesen Open Space miterleben zu können. Der OS war vom Komitee aus Josef Scherer, Martin Heider, Marc Bless und Jürgen „Mentos“ Hoffmann perfekt vorbereitet und von Pierluigi Pugliese hervorragend moderiert. Es waren schlicht und einfach die rechten Leute zur rechten Zeit am rechten Ort.
  • Thema WLAN: Durch die teilweise schlechte WLAN Geschwindigkeit war das ACCDE etwas vom Rest der Welt abgeschnitten. Dies sorgte einerseits dafür, dass sich alle  auf das Hier und Jetzt konzentrierten, andererseits fehlte doch die Möglichkeit schnell und einfach Informationen nachzuschlagen.
  • Offenheit: Jeder war jederzeit bereit offen über Themen zu sprechen. Dies ist leider bei vielen anderen Terminen nicht so. Hierzu passt auch der Tweet von Deborah:

Fazit des Fazits: Wir freuen uns auf das nächste Mal und darauf mehr und bessere Themen mitzubringen!