Archiv der Kategorie: Management

PMCamp Rhein-Main 2014

Die Idee für ein PMCamp in der Nähe von Frankfurt wurde auf dem PMCamp 2012 in Dornbirn geboren. Sommer 2013 fand das erste #PMCampRM in Bad Homburg statt und war ein großer Erfolg.

Das PMCamp Rhein-Main 2014 wird vom 27. bis 28. Juni erneut in Bad Homburg stattfinden. Mehr Informationen auf der Homepage.

https://twitter.com/AgileRescue/status/422351509125607424

Management 3.0 Trainer Jürgen Dittmar im Interview

Mit Management 3.0 hat Jurgen Appelo 2011 ein Buch publiziert, welches die wichtigsten Ideen eines modernen Führungsverständnisses gebündelt darstellt. Mittlerweile gibt es neben Jurgen weltweit eine ganze Reihe offizieller Management 3.0 Trainer, die dieses Seminar anbieten.

Einer dieser Trainer ist Jürgen Dittmar, der mich im September 2013 in seinem Management 3.0 Seminar begeistert hat. Jürgen ist bekannt für die Übersetzung der Kursunterlagen ins Deutsche und sicherlich einer der etabliertesten Management 3.0 Trainer im deutschsprachigen Raum.

An diese Stelle der Hinweis auf sein nächstes Seminar am 20. Januar in Frankfurt: http://www.scrum-events.de/zertifizierungen/management30/index.html. Ich selbst habe damals die Teilnahme sehr genossen und obwohl ich das Buch schon kannte eine ganze Menge Inspiration und Ideen mitnehmen können.

Jürgen Dittmar und das Management 3.0 Model
Jürgen Dittmar und das Martie, das Management 3.0 Model

So, jetzt ein paar Fragen an Jürgen.

Kannst Du Dich kurz vorstellen? Was beschäftigt Dich?

Vorstellen? O.k. hier ein paar Daten: Ich bin inzwischen 50 Jahre, verheiratet, 3 Töchter, 4 Enkelkinder und wohne in München. Ich habe Geographie, Politikwissenschaft und Arbeits- und Organisationspsychologie studiert und bin als freiberuflicher Unternehmensberater für Organisations- und Managemententwicklung insbesondere in agilen Transformationsprozessen tätig.

Dabei verstehe ich mich eigentlich als Entwicklungshelfer. Entwickeln dabei in zweierlei Hinsicht: Ich entwickle und entfessle Menschen und Organisationen. Und da sehe ich viele Fesseln, die sich Unternehmen und Menschen selbst auferlegen und nicht mehr hinterfragen.

Und was mich so beschäftigt?

Wenn ich so zurückblicke ist das bestimmende Thema in meinem Berufsleben schon immer das Thema Systeme oder “komplexe Systeme”. Zunächst als Diplom Geograph waren es die Ökosysteme in der Umweltanalyse und -planung, dann komplexe IT Systeme in meiner Zeit als Entwickler und Projektleiter und spätestens seit 12 Jahren – als ich Führungskraft und Manager wurde – das Thema Mensch und die komplexen soziale Systeme in (IT-)Organisationen und Projekten. Und das ist das was mich aktuell treibt: wie kann man wirklich Organisationen schaffen, in denen Menschen extrem motiviert, kooperativ und produktiv zusammenarbeiten. Mit Agile und Scrum als Erfolgsmodell und Basis stehen wir aus meiner Sicht da aktuell an einer Zeitenwende was das betrifft.

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Scaling Agile & Lean – Scaled Agile Framework (SAFe)

Scaled Agile Framework (SAFe)

Das Scaled Agile Framework (Abkürzung: SAFe) ist ein umfangreiches, deskriptives Framework, um Agile/Lean auf der Team-, Programm- und Portfolio-Ebene zu ermöglichen und für große Organisationen handhabbar zu machen. Hierzu beschreibt es Strukturen, Rollen, Prozesse und Artefakte die relevant sind für ein agiles/lean Programm- und Portfoliomanagment. Eine komplette interaktive Beschreibung von SAFe befindet sich auf der Webseiten des Frameworks:  http://scaledagileframework.com/.

Adressierte Problemfelder

Mit SAFe werden vielfältige Herausforderungen adressiert, die für große Vorhaben und Organisationen nicht unüblich sind. Hierzu gehören:

  • Entropie / Varianz und lokaler Optimierung: Agilität auf der Team-Ebene mit sich selbst organisierenden Teams und nicht koordinierten Product Ownern führt zu einer hohen Entropie / Varianz. Kurz: Es kommt zu lokaler Optimierung die einer organisationsweiten Optimierung entgegenwirkt.
  • Intransparenz: Hohe Freiheitsgrade und mangelndes Alignment führt unternehmensweit gesehen zu einer geringen Transparenz. Die möglicherweise gesteigerte Produktivität einzelner agiler Einheiten kann nicht mehr übergreifend gebündelt werden und Steuerungsmechanismen versagen. Dies wiederum führt zu einer Gegenbewegung und Fehlentscheidungen.
  • Agilität bei Großkonzernen: Viele agilen Frameworks fokussieren in ihren Implementierungspraktiken auf die Team-Ebene als Kern des Wertschöpfungsprozesses. Vereinfachte Konzepte wie „PO definiert Business Value“ versagen jedoch in einem skalierten Umfeld, in dem der PO aufgerieben wird zwischen Anforderungen aus der Trägerorganisation, Kontakt zu Markt/Kunden und Verfügbarkeit für das Team.

Basierend auf Praxiserfahrungen wurden im SAFe Konzepte und Vorgehensweisen definiert, die auch in einem skalierten Umfeld tragfähig sind.

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